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Tasmota – Grundlagen

Was ist Tasmota

Tasmota ist ein offenes Betriebssystem für Smarthome Anwendungen wie Wlan Steckdosen, Verbrauchs Messungen, Steuerungen, Überwachung von Zuständen und vieles mehr. Speziell für Tasmota wird es ein paar Beiträge geben, wie man die Solar Produktion überwachen und steuern kann. Daher gibt es hier erstmal ein Tasmota Grundlagen Beitrag, auf den alle weiteren aufbauen.

Vor und Nachteile

Einen kleinen Haken hat das ganze. Der Vorteil von Tasmota ist, das die Daten offen also per Weboberfläche und MQTT verfügbar sind im Netzwerk. Tasmota selbst speichert keine Daten und es gibt auch keine Grafiken. Dafür brauchen Sie eine Smarthome Zentrale. Das ist der Unterschied zu einer Gosund Steckdose. Die sendet ihre Daten permanent in die China Cloud. Und per App können Sie diese in der Cloud gespeicherten Daten ansehen. Dafür ist es bei so einer Cloud Lösung unmöglich, mit einem anderen Gerät diese Daten zu verarbeiten. Das geht nur mit Geräten die auch in dieser Cloud verbunden sind.

Wer ohne Smarthome Zentrale einfach nur die Werte erfassen und paar einfache Grafiken will, der sollte eine Gosund Steckdose nehmen. Wer aber alle Werte erfassen will, und mit den Werten andere Geräte steuern will, ein Dashboard mit allen Werten haben will, und Grafiken für alles erstellen will, der sollte sich für Tasmota entscheiden.

Wie kann ich die Vorteile von Tasmota nutzen?

Weil es ein offenes System ist, gibt es unzählige Anwendungsmöglichkeiten, und sehr viel Software was Tasmota unterstütz, bzw mit ihr Zusammen arbeitet. Im Fall von Ballkonkraftwerken kann man damit die eingespeiste Leistung in Watt messen. Man kann damit auch am Zähler direkt den aktuellen Überschuss, also was man ins Netz einspeist auslesen. So weiß man, man produziert im Moment z.B. 400 Watt zu viel, und diese 400 Watt könnte man in einen Akku einspeichern. Dafür muss der Laderegler aber permanent wissen, wie hoch der Überschuss ist. Diese Info bekommt er von dem Tasmota Sensor, der sich am Zähler befindet. So einen Sensor nutze ich bei mir auch. Dazu wird es aber einen extra Beitrag geben.

Tasmota ins Netzwerk einbinden

Sobald die das Tasmota Gerät mit Strom versorgen, öffnet es einen Access Point, auf den sie sich mit ihrem Handy verbinden können. Dieser fängt in der Regel mit tasmota … an, wie man in Bild sieht.

Tasmota - Grundlagen

Tasmota IP aufrufen

Nachdem sich ihr Handy mit dem Tasmota Gerät verbunden hat, müssen sie folgende IP Adresse im Browser des Handys öffnen. Diese IP Adresse ist immer die selbe, egal ob es eine Tasmota Steckdose, ein Tasmota Sensor oder ein sonstiges Gerät ist.
192.168.4.1

Tasmota - Grundlagen

Wählen Sie hier ihr Wlan Netzwerk, in dem sie ihres antippen. Dann geben Sie ins untere Feld ihr Wlan Passwort ein. Wenn alles geklappt hat, sollte folgende Meldung erscheinen

Tasmota - Grundlagen

Das Gerät hat also die IP Adresse 192.168.178.56 erhalten

Tasmota Oberfläche aufrufen

Tasmota - Grundlagen

Hier sehen Sie die Web Oberfläche von einer Tasmota Steckdose an der ein Luftentfeuchter hängt. Das kann aber auch ein Balkonkraftwerk sein, dann würde das Kraftwerk aktuell 136 Watt einspeisen.

IP Adresse für immer an das Gerät binden

Als nächstes müssen wir unseren Router (Fritzbox) aufrufen, und der Fritzbox sagen, das dieses Gerät immer die selbe IP bekommen soll. Das ich wichtig, damit wir die Daten überwachen können. Denn wenn die Steckdose morgen eine andere IP von der Fritzbox erhält, dann erhalten wir natürlich keine Live Werte des Balkonkraftwerks mehr.

Gehen Sie dafür links im Menü auf Wlan dann auf Funknetz und dort suchen Sie entweder nach dem Tasmota Gerät oder der IP Adresse die ihnen vorher genannt wurde. Im Beispiel war das die 192.168.178.56. Dann klicken Sie in dieser Zeile hinten auf das Bleistift (Bearbeiten) Symbol. Auf der folgenden Seite scrollen Sie etwas nach unten, bis sie diesen Punkt erreichen.

Tasmota - Grundlagen

In diesem Fall hat meine Tasmota Wlan Steckdose die IP die auf 23 endet. Sie müssen den Haken bei „Diesem Netzwerkgerät immer die selbe IPv4 Adresse zuweisen“ aktivieren. Oben können Sie noch einen Namen hinzufügen, dann wird das Gerät immer mit diesem Namen in der Fritzbox Oberfläche angezeigt.

Tasmota Gerät benennen

Außerdem können Sie dem Tasmota Gerät selbst noch einen Namen vergeben. Rufen Sie dazu wieder die IP Adresse ihres Geräts auf. Dazu können Sie auch in der Fritzbox direkt das Gerät anklicken oder sie geben die IP Adresse im Browser ein. In der Oberfläche wählen Sie den Button „Einstellungen“ aus, und dort auf sonstige Konfiguration, dann kommen Sie auf folgende Seite.

Tasmota - Grundlagen

Bei Device Name können Sie einen Namen eintragen, wie Balkonkraftwerk. Im Feld darunter können Sie die Art des Tasmota Geräts eintragen. Da kann z.B. wie in dem Fall eine Steckdose „engl. Smart Plug“ oder ein Sensor sein. Oder sie geben den Namen des Raums an. Dann nennt sich das Gerät Steckdose und der Zusatz ist Keller.

MQTT

Der letzte und vielleicht wichtigste Punkt sind die MQTT Einstellungen. Der MQTT ist quasi das Gehirn, also die Smarthome Zentrale, an die das Gerät in bestimmten Abständen die gemessenen Werte sendet. Dies Smarthome Zentrale kann der Iobroker oder Home Assistant sein.

Tasmota - Grundlagen

Wenn Sie keine Smarthome Zentrale verwenden, dann können Sie den Punkt überspringen.

In das Feld IP geben sie die IP Adresse ihres MQTT Brokers ein. In meinem Falle ist das die IP vom Iobroker. Dafür müssen Sie in der Smarthome Zentrale unter Adaper natürlich auch einen MQTT Broker installiert haben. Der Port sollte der selbe sein, den sie im Iobroker oder einer anderen Zentrale gewählt haben.

Im Feld darunter geben Sie die im Iobroker festgelegten MQTT Zugangsdaten und Passwörter ein. Der vorher gewählte Name in der Oberfläche war wie gesagt nur für die Oberfläche. Damit das Gerät in der Smarthome Zentrale eindeutig identifiziert wird, müssen Sie hier einen Namen eintragen. In meinem Fall ist es tasmstd1 das steht für Steckdose 1, da ich mehrere verwende. Die anderen enden auf 2, 3, 4.

Fazit

Sie wissen nun, wie man Tasmota Gerät ins Netzwerk einbindet. Jetzt können Sie jederzeit Live den Verbrauch oder die Einspeisung eines Balkonkraftwerks überwachen.

weitere Möglichkeiten

Da wir nun wissen, wie viel produziert wird wäre es doch sinnvoll zu wissen, wie viel von dem Strom wir auch selber nutzen. Wenn wir das wissen, dann könnten wir den den „zu vielen“ Strom auch sinnvoll nutzen, um diesen in Wärme um zu wandeln, oder den Überschuss in einem Akku zu speichern. All das erfahren sie in den nächsten Teilen der Tasmota Reihe.

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